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Ökostrom macht glücklich Stiftung Warentest Stiftung Warentest hat die Serviceleistungen von Stromanbietern getestet. Das Informationsangebot für Neukunden der vier echten Ökostromanbieter wurden jeweils mit GUT bewertet. Untersucht wurden die Kontaktmöglichkeiten per Telefon und E-Mail und die Website. Auf dem ersten Platz von 17 Stromanbietern landete Naturstrom (1,6), nur knapp dahinter stehen auf den Plätzen drei bis fünf Lichtblick (2,0), Greenpeace Energy (2,1) und EWS Schönau (2,2). Auch die Tarifbedingungen der Ökostromanbieter sind verbraucherfreundlich. Stiftung Warentest hat hier unter anderem auf die Kündigungsfristen, Zahlungsmodalitäten, Preisanpassungen in der Vergangenheit und den Serviceumfang geachtet. Das Ergebnis für alle Ökostromanbieter: GUT. Ganz vorn liegt der Privatkundentarif von Greenpeace Energy (1,8), es folgen EWS Schönau (2,2) und Naturstrom (2,2) und Lichtblick (2,5). Der Test hat auch ergeben, dass Ökostromkunden deutlich zufriedener sind. Den Spitzenwert erreichen Greenpeace Energy und Lichtblick mit 98 Prozent von "zufriedenen" und "sehr zufriedenen" Kunden. Auf Platz drei und vier stehen EWS Schönau (97%) und Naturstrom (96%). Auf den letzten Plätzen landen die Atomkonzerne E.ON, RWE und EnBW und die Stromdiscounter TelDaFax und Flexstrom.
Stiftung Warentest hat sich auch nach den Gründen für den Stromwechsel erkundigt. Überragendes Kriterium ist der Preis (71 Prozent) und der Protest gegen eine Preiserhöhung (45 Prozent). Auf Platz 3 landeten mit jeweils 22 Prozent Zustimmung die Aussagen: "Ich wollte einen Anbieter, der von den vier großen Stromkonzernen (EnBW, E.ON, RWE, Vattenfall) unabhängig ist" und "Ich wollte zu einem Ökostromanbieter wechseln." Das Gesamturteil von Stiftung Warentest zu Ökostrom: "Wer mit der Wahl eines Stromtarifs ein Zeichen für Klimaschutz und Energiewende setzen will, sollte einen Anbieter wählen, der ausschließlich umweltschonend erzeugten Strom verkauft. Im Test sind das EWS Schönau, Greenpeace Energy, Lichtblick und Naturstrom." Atomstrom ist teuerGleich mehrere Studien zeigen: Atomstrom ist teuer. Damit ist nicht (nur) gemeint, dass der Atommüll noch ungeahnte Kosten verursachen wird oder die Kraftwerke nicht ausreichend versichert sind. Auch heute schon zahlen Kunden mehr für Atomstrom als für anderen Strom. Das Öko-Institut hat die Strompreise in einzelnen EU-Mitgliedstaaten verglichen und kommt zu dem Ergebnis, dass es "keinen Zusammenhang zwischen hohem Kernenergie-Anteil und Strompreisniveau" gibt. "Im Gegenteil: Es finden sich sowohl Staaten mit hohen Kernenergieanteilen und sehr hohem Preisniveau für Haushalts- und Industriekunden als auch Staaten mit niedrigem Kernenergieanteil und niedrigem Preisniveau", berichtet das Handelsblatt. Deutsche Haushalte müssen statistisch sogar mehr für ihren Strom bezahlen, je größer der Atomstromanteil ist. Das ist das Ergebnis eines repräsentativen Preisvergleichs von über hundert Stromtarifen im ganzen Bundesgebiet, den die Deutsche Umwelthilfe durchgeführt hat.
WELT KOMPAKT 7.10.2009, Seite 13 (Klicken zum vergrößern) |
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